Allgemeine Informationen

Die Gemeinde Brennberg gehört dem Oberpfälzer Landkreis Regensburg an und umfasst eine Fläche von gut 30 km². Das Gemeindegebiet ist Teil des Falkensteiner Vorwaldes, der wiederum eine Untereinheit des Bayerischen Waldes ist. Die Landschaft um Brennberg weist, typisch für die randliche Mittelgebirgslage, eine gewisse Reliefenergie zwischen Höhen von 423 m und 632 m auf. Prägend sind die zahlreichen Quellen, kleinen Gewässer und feuchten Wiesen. Geologisch befindet sich das Gemeindegebiet überwiegend auf granitischem Grundgestein und partiell auf Gneis. Entsprechend ist der dominierende Bodentyp die Braunerde.


Biodiversität - bis heute

Eine Besonderheit im Gemeindegebiet ist das Naturschutzgebiet „Hölle“ (im Höllbachtal). Ein typischer Bachlauf im Vorwaldgebiet, der mit seinen Uferzonen und Talhängen unterschiedlichste Lebensräume für Flora und Fauna bietet. Als beliebtes Naherholungsgebiet und Ausflugsziel kommt der Besucherlenkung beim Schutz der Natur eine besondere Bedeutung zu. Die Landwirtschaft ist in Brennberg, wie im Allgemeinen, ein wichtiger Partner bei der Aufgabe Biodiversität zu schützen. Im Gemeindegebiet sind die Voraussetzungen und Beziehungen sehr gut, da Brennberg einerseits keine Flurbereinigung erfahren hat und andererseits einige Initiativen ergriffen wurden, um ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Landwirten aufzubauen.

Die Gemeinde selbst hat viele Flächen und Biotope ökologisch aufgewertet, z.B. durch den Rückbau von Drainagen und Wiedervernässung, durch Gewässerrenaturierung, Hecken- Streuobstpflanzungen sowie Blühflächenansaat. Entsprechend wurden Pflegekonzepte für kommunale Flächen und Sonderstandorte erarbeitet. Im Bereich der Umweltbildung wird Wert auf ein breites Führungsangebot gelegt und einmal jährlich finden geführte Wanderungen zum Thema „Kulturlandschaft und Artenvielfalt“ kombiniert mit musikalischen Einlagen statt.lfalt zu fördern.


Biodiversität – die Ziele

Die enge Verzahnung verschiedener Lebensräume soll als Biotopverbund verstärkt gefördert werden. Im Fokus stehen dabei besonders die zahlreichen Kleingewässer des Gemeindegebiets, die über einen Gewässerentwicklungsplan aufgewertet werden sollen.

Die Verbindung aus Kultur und Landschaft ist im Gemeindegebiet, als Erbe der Bewirtschaftung durch das Kloster Frauenzell und aufgrund der ausgebliebenen Flurbereinigung, noch sichtbar. Über das interkommunale Projekt „Kulturachse Ost“ soll der Wert dieser historisch-gewachsenen, kleinstrukturierten Kulturlandschaft für die Biodiversität erlebbar gemacht und die Strukturen auf diese Weise erhalten werden.

Mit weiteren Aktionstagen, Führungen und Vorträgen soll die Bevölkerung für die Projektunterstützung und eigene Beiträge auf privaten Grundstücken gewonnen werden. Ein zusätzlicher Fokus wird weiterhin auf der Intensivierung der Zusammenarbeit und Vernetzung mit und zwischen den Landwirten der Gemeinde liegen, um in der Flur die biologische Vielfalt zu fördern.

Beispiele