In der Umsetzung müssen unterschiedliche Nutzungsansprüche abgestimmt werden. Handelt es sich um Ortsinnenlagen, Wald, landwirtschaftliche Nutzflächen, Begleitgrün, Wiesen, Äcker, Ruderalflächen, Feuchtflächen, Trockenflächen usw.? Eigentumsverhältnisse spielen die tragende Rolle. Ideal ist es, wenn kommunale Flächen vorhanden sind. All das ist abzuwägen, um darauf aufbauend in Absprache mit den Beteiligten herauszufinden, ob und wie eine konkrete Einzelmaßnahme zu realisieren ist.

Beispiele

G'Artenvielfalt

Der Hausgarten ist heute ein wichtiges Element, wenn es um den Erhalt der Artenvielfalt geht. In Tännesberg wurde eine Gartenberatung unter dem Motto G’Artenvielfalt gestartet.

Fledermausschutz

Tännesberg zeichnet sich durch eine gute Artenvielfalt an Fledermäusen aus. Um diese zu erhalten genießt der Fledermausschutz, in Kooperation mit den Jägern große Aufmerksamkeit.

Besondere Kooperationen

Besondere Kooperationen ergeben sich aus speziellen Situationen und Gelegenheiten. Sie können sehr unterschiedlich und vielfaltig sein. Hier ein kurzer Überblick.

Flurbegehungen

Wenn es darum geht Maßnahmen in der Flur, vor allem auf Eigentumsflächen der Landwirte umzusetzen, haben sich Flurbegehungen, als Dialog vor Ort, mit allen Beteiligten bewährt.

Kainzbachtal

Ein ehemals aufgeforstetes Feuchtwiesental wurde wieder freigestellt und wird seitdem nach einem speziellen Konzept gepflegt. Es hat sich zu einem Kleinod der Artenvielfalt zurückentwickelt.

Kartoffelanbau

Der Anbau alter (bunter) Kartoffelsorten fördert die Agrobiodiversität und ist gleichzeitig ein tolles Regionalvermarktungsprodukt für die Biodiversitätsgemeinde.

Landschaftspflege

Lebensräume und Biotope benötigen oftmals besondere Maßnahmenpakete, um der Leistungsfähigkeit für die Artenvielfalt zu erhalten oder wiederherzustellen.

Schloßberg

Der Schlossberg liegt erhaben über dem Ort. Er ist Felsig und wurde von alters her mit Ziegen beweidet. Dies Beweidung findet auch heute wieder statt. Es findet sich eine große Moos- und Flechtenvielfalt.

Streuobstprojekt

Ein großes Augenmerk liegt auf den Streuobstbeständen der Gemeinde. Die alten Hochstämme sind ein Schatz genetischer Vielfalt und sehr artenreiche Lebensräume.

Uchabachtal

Im Uchabachtal wurde eine Biotopkette mit 15 unterschiedlichen Tümpeln gestaltet und teils mit Kleinfischen bestückt. Es entstand neuer Lebensraum für den gefährdeten Wasserschlauch.