Streuobstprojekt

Gemeinde Tännesberg

Bedeutung/Warum

Streuobstbestände sind, ebenso wie Hausgärten mit altem Baumbestand (vorwiegend Hochstämme alter Sorten) sehr wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Zum einen gilt es den enormen Reichtum alter Obstsorten, mit allein bei den Äpfeln mehreren tausend Sorten, zu sichern. Zum anderen leben sehr viele Tierarten an und in den alten knorrigen Baumgestalten und ein vielfältiger Pflanzenreichtum lässt sich auf den Streuobstwiesen darunter finden. Die Bewusstseinsbildung für den Wert alter Streuobstbestände, deren Pflege, Neupflanzung und Inwertsetzung (Vermarktung) ist deshalb von hoher Bedeutung.

 

Historie

  • Ein Streuobstlehrpfad in Tännesberg entstand zwischen 1993 und 1996 ausgehend von Tännesberg Richtung Bursweiher nach Kleinschwand und weiter nach Böhmischbruck.
  • Er ist mit ca. 7 km der längste Streuobstlehrpfad Bayerns.
  • 2014: Fast 200 Obstbäume werden von einem Baumpfleger geschnitten. (Finanzierung über Landschaftspflegemaßnahme)
  • 2017: Die Bund Naturschutz Ortsgruppe pachtet den Obstbestand „Gürtlerwiese“ mit ca. 100 alten Bäumen vieler, verschiedener Sorten (von Pomologen bestimmt). Hier steht auch ein Bienenstand eines Tännesberger Imkers.

 

Nutzen

  • Erhalt der Sortenvielfalt im Obstbau.
  • Erhalt wichtiger Lebensräume und Nischen für Tier- und Pflanzenarten.
  • Verknüpfung mit Vermarktungsprojekt „Tännesberger Apfelsaft“.
  • Umweltbildungsmaßnahmen, Exkursionen.
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Lebensqualität vor Ort.

 

Maßnahmen

  • Pflanzung zwischen 1993 und 1996.
  • Sorten von Pommologen bestimmt.
  • Kleine Infotäfelchen für jeden Baum.
  • Zentrale Infotafel mit Übersichtsplan und Grundsatzinformationen.
  • Immer wieder Landschaftspflegemaßnahmen, z.B. an den Wegrändern.

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Impressionen aus dem Projekt

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